Wohen mit Blick in die Landschaft

Wohngebäude der besonderen Wohnform in Tennental

Wohnen mit Blick in die Landschaft in Tennental

Auf dem Gelände der Lautenbacher Gemeinschaft in Tennental entstand ein zweigeschossiger Neubau für 24 Bewohner.

Zielgruppen für den Ersatzneubau sind Menschen mit primärer sog. geistiger Behinderung und komplexer Behinderung bzw. hohem Pflegebedarf sowie mit herausforderndem Verhalten (sog. Doppeldiagnose, d.h. primäre sog. geistige Behinderung und psychiatrische Diagnose und/oder Menschen mit Diagnosen aus dem Autismus-Spektrum)

Der Hanglage entsprechend, hat das Erdgeschoss einen ebenerdigen Zugang von der Ita-Wegmann-Straße, das Gartengeschoss schließt an den südlichen Teil des Grundstücks an.

Das Gebäude teilt sich in zwei Häuser, die spiegelbildlich zueinander ausgeführt sind und jeweils einen Innenhof umschließen. Eine zentrale Achse verbindet die beiden Häuser. Sie nimmt im EG Eingang und Foyer sowie einen großen Gemeinschaftsbereich auf, der allen Bewohnern der Einrichtung zur Verfügung steht.

Der zentrale Bereich verfügt über ein Flachdach, die beiden Häuser über U-förmige Pultdächer. Durch diese unterschiedlichen Längen der Dachkonstruktion entsteht eine „bewegte“ Traufkante um das Gebäude.

Sämtliche Aufenthaltsbereiche erhalten von zwei Seiten Tageslicht, die Räume können so besser gegen Wärmeeintrag und die Bewohner gegen Blendung geschützt werden. Zudem haben alle Aufenthaltsbereiche direkten Zugang ins Freie – Faktoren, welche die Lebensqualität deutlich erhöhen. Auch die Verkehrsflächen erhalten durchweg Tageslicht, dies sorgt das ganze Jahr über für eine hohe Bewegungsqualität.

Auf jedem Geschoss befinden sich 12 Bewohnerzimmer, die in jeweils zwei Wohngruppen organisiert sind. Die Wohngruppen verfügen neben den Individualbereichen über gemeinsame Aufenthaltsbereiche mit Küche sowie Hauswirtschaftsräumen.

16 Zimmer sind über Eck angeordnet, d.h. entweder nach Südosten oder Südwesten orientiert, acht Zimmer haben Südausrichtung. In jeder Wohngruppe teilen sich einmal zwei Zimmer ein rollstuhlgerechtes Bad nach DIN 18040-2. Im Gartengeschoss hat von den verbleibenden Zimmern jedes Zimmer ein eigenes barrierefreies Bad, im Erdgeschoss teilen sich jeweils zwei Bewohner ein barrierefreies Bad.

Die Haustechnik stellt sicher, dass die Grenzwerte der aktuellen EnEV deutlich unterschritten werden. Durch die bereits bestehende Nahwärmeversorgung in Tennental mit einer Holzhackschnitzel-Heizzentrale wird ca. 85 % des Energiebedarfs des Hauses aus erneuerbarer Energie gedeckt. Damit werden auch die Anforderungen des „Erneuerbare-Wärme-Gesetzes“ des Landes Baden-Württemberg ( > 20 % Anteil) übertroffen.