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LICHTPLANUNG

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Tageslichtplanung ist einer der wichtigsten Punkte für eine nachhaltige Architektur. Eine qualifizierte Tageslichtplanung ist einer der zentralen Punkte für Lebensqualität in Pflegeheimen (z.B. circadiane Wirkung) und kann zu einer positiven Energiebilanz beitragen. Dabei sind die Themen Blickbeziehung nach Außen, Überhitzung, Verschattung, Verdunkelung und Blendschutz – je nach Himmelsrichtung – in Einklang zu bringen. Bei der Planung sind die Unselbständigkeit der Bewohner und die zeitlichen Möglichkeiten des Personals zu beachten. Beim Projekt „Rehazentrum Isarwinkel“ sind bis auf die Individualbäder alle Räume ausreichend mit natürlichem Tageslicht versorgt und es konnte komplett auf eine variable Verschattung zur Vermeidung von Überhitzung verzichtet werden.

Tageslicht ist für den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen wesentlich. Bewohner von Pflegeheimen kommen oft nur wenige Minuten pro Tag ins Freie und sind deshalb häufig nachts unruhig, insbesondere, wenn sie an Demenz erkrankt sind. Besondere Bedeutung haben deshalb Zonen mit hoher Tageslichtexposition wie Wintergärten. Aber auch durch künstliche Beleuchtung kann der circadiane Rhythmus positiv beeinflusst werden.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Demenz Support Stuttgart (Förderung durch BMFSFJ und Gradmann-Stiftung) evaluierte die Auswirkung von circadianem Licht auf Aktivität und nächtliche Unruhe am Beispiel einer Demenzwohngruppe im Fürstlich-Fürstenbergischen Pflegeheim in Hüfingen. Es zeigte sich eine Verringerung der nächtlichen Unruhe (vgl. Heeg, Volpp, Mollenkopf 2010).

Zudem kann eine durchdachte Kunstlichtplanung die räumlichen Qualitäten, die Sicherheit und Orientierung und die Selbständigkeit der Bewohner verbessern.